Schwimmkran

Der Schwimmkran Saatsee von 1917 muss alle 5 Jahre in Werft zum Check-up, zuletzt geschah dies 2016. Während des Werftaufenthalts wurde der Schwimmkran überholt und die Schwimmfähigkeit bescheinigt. Das schwimmende Objekt gehört zu den ersten Objekten der Sammlung, 1989 ging der Schwimmkran in den Bestand des Museums der Arbeit und später in den des Hafenmuseums über.

Die Saatsee wurde für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Nord-Ostsee-Kanals gebaut und eingesetzt. Aber nicht nur der Schwimmkran als Großobjekt ist erhalten geblieben und voll funktionsfähig, sondern auch das gesamte Inventar und weiteres Ensemble wie Werkzeuge, Rettungsmittel, Mobiliar, Geschirr, Signallampen, Blöcke und persönliche Hinterlassenschaften. Zum Personal eines Schwimmkranes gehörten zu Beginn der Geräteführer, der Maschinist und zehn weitere Männer, deren Aufgaben unter anderem die Wartung von Schleusentoren und das Heben schwerer Lasten auf dem Wasser war. Einsatzgebiet der Saatsee war der Nord-Ostsee-Kanal zwischen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau. Nach 1945 wurde der Schwimmkran auch bei Bergungsarbeiten von Wracks eingesetzt. Seit 1974 wurden Pfahlzieharbeiten ein besonderes Aufgabenfeld für den Schwimmkran. Da der Kran keinen Motor hatte, musste er stets von Schleppern an seine Einsatzorte gebracht werden. Auch heute noch muss der Schwimmkran mit Schleppern zum Check-up in die Werft geschleppt werden. Aber die Saatsee hieß nicht immer Saatsee, sondern Simson. Mit seiner Indienststellung 1920 wurde der 75-t-Schwimm-Dampfkran auf den Namen Simson getauft. Simson ist im Alten Testament als ein mit übernatürlicher Körperkraft ausgestatteter Mensch überliefert, der mit Löwen kämpft, die Stadttore von Gaza fortträgt oder den Tempel der Philister zum Einsturz bringt.